Transporter mieten so klappt Ihr Umzug stressfrei

Professionelle Umzugshelfer

Mit dem richtigen Transportunternehmen klappt Ihr Umzug stressfrei

Meistens sind Umzüge mit viel Stress verbunden.

Transporter mieten einfach besser umziehen

Meistens sind Umzüge mit viel Stress verbunden. Ausser, wenn man eine professionelle Umzugsfirma für das Schleppen von sperrigen Möbeln oder anderen Dingen beauftragt. Es sind nur einige Punkte zu beachten, damit Ihr Haushalt reibungslos von Ihrer jetzigen Bleibe in die neuen vier Wänden transportiert werden kann.

Sie sind momentan auf der Suche nach dem richtigen Umzugswagen, der Ihr Umzugsgut ohne Komplikationen und Probleme in Ihr neues Zuhause transportiert? Umzugsfirmen haben sich auf Güterbewegungen jeglicher Art spezialisiert. Falls Sie mit genauen Vorstellungen und guter Vorbereitung auf die Transportunternehmen zugehen, halten sich die Kosten relativ in Grenzen.

Welches Umzugsunternehmen ist für Ihre anliegenden Arbeiten das richtige? Genau hier kommen wir von Umzugsfuchs.ch ins Spiel. Wir kümmern uns gerne um Ihr Anliegen, obendrein legen wir auf eine individuelle Beratung und Ihre Wünsche wert. Kontaktieren Sie uns doch am besten gleich per Telefon oder E-Mail.

Wohin soll der Transporter fahren?

Umzugsservices bieten verschiedene Dienstleistungen an. Da ist es natürlich sehr schwer für einen Laien, den genauen Überblick zu behalten. Die Unterschiede zwischen den zahlreichen Firmen liegen zum einen in der Art der Güter, die befördert werden sollen und zum anderen in der Strecke, die ein Transportunternehmen zurücklegen muss.

Es ist äusserst ratsam, dass Sie sich im Vorfeld informieren, in welcher Ortschaft und in welchem Umkreis die Transportfirma ihre Dienste anbietet. Denn die ein oder andere Firma transportiert Güter zum Beispiel nur in einem bestimmten Bereich der Schweiz. Bei kleineren Unternehmen kann es auch schon mal vorkommen, dass diese nur in einer festgelegten Region arbeiten. Wenn Sie Ihre Möbel beispielsweise über längere Distanzen transportieren lassen müssen, werden die Kosten hierfür in der Regel selbstverständlich auch höher ausfallen.

Wir empfehlen Ihnen, in einem privaten Beratungsgespräch oder per Telefon die ganzen Details des Umzugs mit dem Zügelunternehmen zu besprechen. Die meisten Punkte, die Ihnen wichtig sind, werden die Verantwortlichen mit ihrer langjährigen Erfahrung schon selbst berücksichtigen. Es wäre aber trotzdem empfehlenswert, wenn Sie die folgenden Informationen im Vorfeld bereit halten:

  • An welchem Tag soll der Umzug stattfinden?
  • Von wo und wohin soll transportiert werden?
  • Wie gross ist die Menge der Transportgüter? Schreiben Sie sich am besten die Anzahl der sperrigen Möbelstücke und die ungefähre Anzahl de Kartons auf, die gezügelt werden sollen.
  • Gibt es zerbrechlich Sachen die transportiert werden müssen? Wie beispielsweise ein Aquarium oder einen grossen Spiegel.

Mehr als nur Umzüge

Erfahrene Umzugsmitarbeiter verpacken ein Sofa

Der Schwerpunkt von Transportfirmen ist der Umzug. Im vorliegenden Fall werden die gewünschten Kisten, Möbel, Kartons, etc. von einer Umzugsfirma abgeholt und am vereinbarten Ort wieder entladen.

In der Regel kümmert sich eine Transportfirma aber auch darum, dass Ihre Sachen an der von Ihnen gewünschten Stelle wie beispielsweise im Haus oder der Wohnung abgeladen wird. Sie können aber, um sicher zu gehen, bei den einzelnen Firmen vor der Auftragsvergabe genau nachfragen.
Ebenso kümmern sich Umzugsunternehmen um den Transport von grossen Gütern wie beispielsweise Aquarien oder massiven Möbeln.

An dieser Stelle wollen wir von Umzugsfuchs.ch darauf aufmerksam machen, dass wir jegliche Art von Transporten erledigen. Kontaktieren Sie uns gleich und profitieren Sie von unserer langjährigen Erfahrung und Professionalität.

Ebenfalls fällt der Transport von Kraftfahrzeugen wie Motorrädern oder Pkws in den Zuständigkeitsbereich von Transportunternehmen.

Ein entscheidender Zweig ist zudem auch der Materialtransport für Bauprojekte. Wir kümmern uns für Sie gerne um den Transport von Bausteinen, Ziegeln etc. Bei Baustellentransporten ist oft auch das Aufbauen der Objekte (Hebebühnen, Baumaschinen etc.) mit inbegriffen.

Auch Güter, die am Stück transportiert werden müssen, gehören zum Tätigkeitsbereich einer Umzugsfirma. Falls Sie solch einen Service benötigen, verfügen einige Unternehmen über unterschiedlich grosse Transporter. Die Firmen sind auch für Kleintransporte gut ausgerüstet.

Kostenvoranschläge von mehreren Firmen einholen

Sollten Sie eventuell nur kleine oder wenige Güter haben, die gezügelt werden müssen, rentiert es sich nachzufragen, ob diese möglicherweise mit einer anderen Fracht mitgeliefert werden können. So haben Sie die Möglichkeit, einiges an Kosten einzusparen.

Bei der Beauftragung eines Umzugsunternehmen können die Kosten sehr Schwanken. Deshalb ist es vorteilhaft, dass Sie sich verschiedene Kostenvoranschläge einholen. So können Sie sich einen ersten Überblick verschaffen.

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FAQ:

Was ist, wenn die Umzugsfirma nicht erscheint?
Sollte die Spedition auch trotz längerem Warten nicht zum ausgemachten Termin erscheinen, stehen dem Auftraggeber mehrere Rechte zu. Der Kunde kann nach § 323 BGB aus dem Vertrag zurücktreten, weil es sich um einen Frachtvertrag und daher einen gegenseitigen Vertrag handelt.

Was wird bei einem Umzug von der Spedition angeboten?
Der Umzug beinhaltet in der Regel die Kosten für Verpackung und Transport der Gegenstände und des Hausrates. Mögliche Beschädigungen und nicht mehr auffindbare Gegenstände während des Umzugs werden Ihnen im Normalfall ersetzt. Viele Firmen bieten auch die Leihe eines Umzugstransporters oder einer Hebebühne an – so kann Ihr Umzug auch in Eigenre klappen.

Wie viele Tage Sonderurlaub bekommt man beim Umzug?
Bei einem privaten Umzug gibt es keinen gesetzlich geregelten Anspruch auf Sonderurlaub. Wenn Ihr Arbeitgeber Ihnen diesen jedoch gewährt, handelt es sich in der Regel um 1 bis 2 Tage.

Checkliste: Countdown zum Umzug

Drei Monate vor dem Umzug

  • Bestehenden Mietvertrag der alten Wohnung kündigen
  • Genauen Zeitpunkt für den Umzugstermin festlegen
  • Urlaub beim Arbeitgeber beantragen
  • Möbel organisieren und bestellen: Was wird neu gekauft, was wird mitgenommen aus der alten Wohnung?
  • Renovierungsmaßnahmen für neue und alte Wohnung planen und ggf. Handwerker, beauftragen
  • Angebote von Umzugsspeditionen vergleichen bzw. sich um Umzugshelfer kümmern
  • Keller, Dachboden und Garage entrümpeln und Termine für Sperrmüll organisieren
  • Ggf. Abos, Telefon, Mitgliedschaften, Versorger, Kabelanschluss, DSL kündigen und Versorger informieren um einen Termin zum Ablesen der Zählerstände zu vereinbaren
  • Beim Umzug mit Kindern, sich um neue Schule informieren und Sprösslinge anmelden; außerdem nach Lehrplan erkundigen

Ein Monat vor dem Umzug

  • Die Neue Anschrift Bekannten/Freunden/Verwandten mitteilen
  • Ggf. Ummelden bei Vertragspartnern (Versandhändler, Telekommunikationsanbieter, Verbände, Kundenclubs, Verlage etc.)
  • Für die neue Wohnung Einrichtungsplan erstellen
  • Wenn vorhanden, Garten der alten Wohnung auf Vordermann bringen
  • Bei Umzug auf eigene Faust: Umzugstransporter organisieren und Termin vereinbaren
  • Die Durchgänge wie zum Beispiel Treppenhäuser, Türen, Fahrstühle für Umzug ausmessen (Ob die Möbel durchpassen)

Zwei Wochen vor dem Umzug

  • Gardinen und Teppiche reinigen oder notwendige Änderungen für neue Wohnung vornehmen
  • Zuvor vereinbarte Termine mit Handwerkern schriftlich bestätigen lassen
  • Mit bisherigem Vermieter die Heizkostenabrechnung abklären
  • Einrichtung einer Halteverbotszone für Umzugsfahrzeug beantragen (entweder direkt bei der zuständigen Gemeinde oder über die Spedition)
  • Für die Wohnungsübergabe mit Vermieter Termin vereinbaren und Übergabeprotokoll vorbereiten
  • Verpackungsmaterial wie Luftpolsterfolie, Decken, Umzugskisten sowie Transporthilfen wie Rollbretter und Sackkarren organisieren
  • Abdeckung für empfindliche Böden und Gegenstände besorgen
  • Antrag stellen bei der Deutschen Post für Nachsendeservice

Eine Woche vor dem Umzug

  • Alles was Sie bis zum Umzug nicht mehr benötigen in Kartons packen
  • Lebensmittel aufbrauchen
  • Kühlschrank und Kühltruhe abtauen
  • Zustand der neuen Bleibe zusammen mit dem Vermieter überprüfen
  • Zählerstände kontrollieren und alles schriftlich notieren und aufbewahren
  • Termine von Handwerkern, Babysittern, Helfern, Spedition, etc. bestätigen lassen
  • Erste-Hilfe-Kasten, Werkzeug, Tiernahrung, Babybedarf und alles Notwendige am Umzugstag in einen Karton verstauen
  • Neue und bisherige Nachbarn informieren

Ein Tag vor dem Umzug

  • Letzte Gegenstände in Kartons packen (Putzutensilien separat)
  • Pflanzen mit Wasser versorgen und umzugssicher verpacken
  • „Überlebenskoffer“ mit allen Sachen für den ersten Tag in der neuen Wohnung packen (Waschzeug, Kleidung, Hausapotheke, Lebensmittel)
  • Umzugsfahrzeug abholen und eventuell Probe fahren
  • Wenn möglich schon erste kleine Möbel in den Umzugswagen einladen
  • Verpflegung (Getränke und Essen) für Umzugshelfer organisieren
  • Persönliche Unterlagen sowie Wertvolles an vertrauenswürdige Personen übergeben oder selbst in die neue Wohnung bringen

Am Umzugstag

  • Treppenhaus (neu und alt) auf Vorschäden überprüfen und nach dem Umzug reinigen, kontrollieren ob in der alten Wohnung nichts vergessen wurde
  • Alte Wohnung sauber machen und mit Übergabeprotokoll an Eigentümer übergeben
  • Funktionierende Beleuchtung in der neuen Wohnung montieren
  • Kleines Dankeschön für die Speditionshelfer bereithalten und Einladung für die restlichen Helfer aussprechen

Nach dem Umzug

Bei Umzug per Spedition:

  • Behörden informieren (Einwohnermeldeamt, Finanzamt, Kfz-Zulassungsstelle, ggf. Agentur für Arbeit, Sozialamt, BAföG-Amt)
  • Eventuelle Schäden der Speditionsfirma melden

Bei berufsbedingtem Umzug:

  • Belege zu allen umzugsbezogenen Kosten sammeln und bei der Steuerklärung geltend machen
  • Sich bei den Helfern mit einer Kleinigkeit bedanken 

 

Autorin: Sophie Pixis

Räumung: Ablauf, Kosten, Arten

Räumung: Ablauf, Kosten und Arten

Falls Mieter sich nach der Kündigung ihrer Mietwohnung weigern sollten, aus dieser Wohnung auszuziehen, bleibt Eigentümern meist nur noch ein Rechtsmittel: und zwar die gerichtliche Räumung der Mietwohnung. So eine Situation hält für beide Parteien großes Stresspotenzial bereit. Dies, da dem Eigentümer Mieteinnahmen entgehen und der Mieter schnellstmöglich ein neue Wohnung finden muss. Aber wie läuft so eine Räumung überhaupt ab? Darf der Eigentümer einfach so die Türschlösser wechseln? Und wann genau ist ein Mieter gezwungen aus der Wohnung zu gehen?

Raeumung-Kosten

Was ist eigentlich eine Zwangsräumung? 

Die Räumung, oft preußische Räumung oder auch Zwangsräumung genannt, gilt sozusagen als letztes Rechtsmittel, um einen Mieter aus der Wohnung zu klagen, sollte er die Wohnung nach der abgelaufenen Auszugsfrist nicht verlassen haben. Die Zwangsräumung kann sich von einigen Wochen bis über mehrere Jahre erstrecken und in einigen Fällen zudem sehr kostspielig sein. Aber Achtung: Auch wenn es im ersten Moment verlockend einfach und viel bequemer als der Weg über das Gericht scheint, darf der Vermieter die Räumung auf keinen Fall selbst durchführen. Das wäre eine sogenannte verbotene Eigenmacht, welche nicht rechtens und somit strafbar ist.

So entschied das Amtsgericht München in einem Urteil: Eine Vermieterin hatte die Schlösser an der Haustür ihres Mieters auswechseln lassen, nachdem sein Mietvertrag ausgelaufen war und er auch keine Miete mehr zahlte. Auch auf Nachfrage des Mieters ließ die Vermieterin ihn nicht mehr in das Haus. Der Mieter brach daraufhin nachts in sein eigenes Haus ein. Als Vertreter der Vermieterin den Mieter am nächsten Tag wieder in dem Haus vorfanden, riefen sie die Polizei zu Hilfe, die den Mieter allerdings nicht aus der Wohnung bewegen konnte. Das Amtsgericht München gab dem Mieter letztendlich Recht: Vermieter dürfen keineswegs den Mieterschutz eigenhändig aushebeln, indem sie dem Mieter das Haus gewaltsam entziehen.

Es ist immer ein gerichtlicher Räumungstitel erforderlich, um eine Räumung durchzuführen. Im Anschluss führt ein Gerichtsvollzieher die eigentliche Räumung durch.

Der Ablauf einer Räumung

Der Mieter ist nach der Mietkündigung einer Wohnung dazu verpflichtet, seine Wohnung binnen einer bestimmten Frist zu räumen. Das Gesetz legt in so einer Situation eine Frist von mindestens drei Monaten fest. Je nach Wohndauer und Art des Mietvertrags kann diese Frist aber auch länger ausfallen. Sollte der Mieter die Wohnung danach und nach einer durch den Eigentümer gestellten Nachfrist nicht übergeben oder verlassen haben, kann der Eigentümer am örtlichen Amts- oder Landesgericht Räumungsklage gegen den Mieter stellen.

Jedoch haben Mieter die Möglichkeit, gegen die Räumungsklage anzugehen. Das heißt, sie können einen Antrag auf Räumungsschutz stellen. Beispielsweise wegen triftiger Gründe, wie etwa einer drohenden Obdachlosigkeit, einer bevorstehenden Geburt, einem sehr angespannten Wohnungsmarkt oder sogar mit einer mit der Räumung verbundenen, lebensbedrohlichen Situation. Das Gericht entscheidet dann im Endeffekt, ob dem Antrag auf Räumungsschutz stattgegeben wird. Die Entscheidung wird von Einzelfall zu Einzelfall und unter Berücksichtigung der persönlichen Umstände des Vermieters und des Mieters getroffen. So kann es entweder sein, dass Ihr Antrag abgelehnt wird oder aber Sie dürfen wegen einer unwirksamen Kündigung in der Wohnung bleiben.

Hilfreicher Tipp: Die Räumungsklage des Eigentümers muss sich auf alle in der Wohnung lebenden Personen beziehen. Das heißt, dass Lebenspartner, Kinder und Untermieter mit eingeschlossen sein müssen.

Hat der Eigentümer durch das Gericht einen Räumungstitel gegen den Mieter bekommen, hat er das Recht einen Gerichtsvollzieher zu beauftragen. Dieser übermittelt dem Mieter den genauen Tag und Zeitpunkt der Räumung, der laut § 180 Nr. 2 II Geschäftsanweisung für Gerichtsvollzieher (GVGA) mindestens drei Wochen in der Zukunft liegen muss. Anschließend führt er die Räumung der Wohnung durch.

Was für Kosten bringt eine Räumung mit sich?

Im besten Fall räumt der Mieter die Wohnung spätestens nach der Ankündigung des Gerichtsvollziehers eigenständig und übergibt die Wohnungsschlüssel dem Vermieter oder dem Gerichtsvollzieher. In einigen Fällen tauschen Vermieter vorsichtshalber noch die Schlösser aus, um eine Nummer sicherzugehen, dass der Mieter nicht mit nachgemachten Schlüsseln wieder in die Wohnung kommt. Der Eigentümer erlangt den Besitz an der Wohnung zurück und die Zwangsräumung ist somit vollzogen.

Oftmals sieht es in der Praxis leider anders aus. In vielen Fällen lassen Mieter ihr Hab und Gut in der Wohnung. Als Eigentümer befindet man sich in so einer Situation dann in der Zwickmühle: Wie kann man vorgehen? Kann man hinterlassene Möbelstücke einfach so entsorgen? Und wer zahlt für den Aufwand?

In der Regel gilt, dass der Gerichtsvollzieher die Räumung keineswegs persönlich durchführt. Er beauftragt dafür eine Räumungsfirma, die die Habseligkeiten des Mieters demontiert und einlagert. Zwar muss in diesem Fall die unterliegende Partei die Kosten tragen, allerdings bringt eine solche Beauftragung ein weiteres Kostenrisiko für den Vermieter mit sich. Denn schon die Räumung einer Drei-Zimmer-Wohnung kann je nach Umzugsunternehmen 2.000 bis 3.000 Euro kosten. Dazu kommen eventuell noch die monatlich anfallenden Lagerkosten dazu. Der Gerichtsvollzieher hat das Recht, die Gegenstände zu pfänden. Aber der Markt für gebrauchte Möbel ist nicht so groß und der Erlös dadurch fällt in der Regel klein aus, so dass der Eigentümer damit nicht alle Kosten decken kann. Diese Kosten kommen somit zu den bereits entstandenen Mietausfällen und den Gerichtskosten hinzu. Hat der Mieter dann auch noch zusätzliche Mietschulden und ist zahlungsunfähig, wird das Kostenrisiko für den Eigentümer nochmals höher. Nicht zuletzt deshalb gibt es mittlerweile Alternativen zur klassischen Zwangsräumung.

Berliner Räumung

Am häufigsten wird mittlerweile die Berliner Räumung vollzogen. Hier bleiben das Hab und Gut des Mieters vorerst in der Wohnung. Der Vermieter darf sein Pfandrecht laut §§ 562 ff. Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) am Vermieter geltend machen. Das bedeutet: Der Vermieter gibt dem Mieter die Möglichkeit, sein Eigentum in einer Zeit von 2 Monaten auszulösen. Zudem kann der Vermieter die Türschlösser austauschen und erhält wieder Besitz an der Wohnung. Zahlt der Mieter seine Wertgegenstände nicht aus, kann der Eigentümer der Wohnung sie anschließend versteigern.

Bei der Berliner Räumung wird kein Gerichtsvollzieher vor Ort eingesetzt – das spart zum einem Kosten, weil die Lagerkosten, der Abtransport der Wohnungseinrichtung und ein großer Teil des Vorschusses für den Gerichtsvollzieher entfallen. Kompliziert ist diese Art von Alternative allerdings dann, wenn der Eigentümer die Wohnung rasch wieder benötigt. Er hat jedoch die Möglichkeit, die Gegenstände des Mieters selbst einzulagern, um die Wohnung schnellstmöglich wieder zu vermieten. Falls dabei aber Schäden am Eigentum des Mieters entstehen oder Dinge versehentlich entsorgt werden, die für den Vermieter Müll, für den Mieter aber von großem emotionalen Wert sind, kann der Mieter in besonderen Fällen Schadenersatzansprüche geltend machen.

Hamburger Räumung

Im ersten Schritt werden bei der Hamburger Räumung die Türschlösser ausgetauscht. Der Eigentümer wird allerdings nicht sofort auch wieder Besitzer der Wohnung. Erst begutachten der Gerichtsvollzieher und ein Umzugsunternehmer die Wohnung und fertigen ein Protokoll der bestehenden Gegenstände an. Anschließend schafft das Umzugsunternehmen die Gegenstände aus der Wohnung und bringt sie dem Mieter auf Antrag direkt in seine neue Wohnung oder lagert sie ein.

Der Eigentümer bekommt die Schlüssel der Wohnung erst dann, wenn sie komplett leergeräumt ist. Im Gegensatz zur Berliner Räumung muss der Eigentümer hier wieder einen Kostenvorschuss leisten und spart erstmal nichts. Werden Gegenstände des Mieters allerdings beschädigt oder entsorgt, muss der Eigentümer der Wohnung nicht haften. Denn der Anspruchsgegner des Mieters ist in diesem Fall die Umzugsfirma.

Frankfurter Räumung

Ähnlich wie die Hamburger Räumung läuft auch die Frankfurter Räumung ab. Der Gerichtsvollzieher lässt neue Türschlösser montieren. Im Anschluss kann der Eigentümer der Wohnung selbst Helfer beauftragen und die Habseligkeiten des Mieters in eigene Räume einlagern. Diese müssen dem Gerichtsvollzieher allerdings zugänglich und überdies verschließbar sein. Nachdem hier eigenes Personal arbeitet, muss der Eigentümer der Wohnung keinen Kostenvorschuss an eine Umzugsfirma zahlen. Genauso gibt es keine Lagerkosten. Jedoch haftet der Eigentümer der Wohnung hier wieder für alle Schäden, die am Mobiliar des Mieters entstehen.

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